Zur Homepage | zur Navigation springen | zum Inhalt springen | Kontakt | Sitemap | Suche |
Italiano |Kontakt |Feedback |Grafische Version |Hoher Kontrast |Nur Text |Home
Sie befinden sich hier:
Home > Sozialdienste > Sozialpsychiatrie
Im Jahr 1993 erhielten die Sozialdienste in Südtirol den Auftrag, Angebote für Menschen mit psychischen Problemen zu erarbeiten. Im Pustertal gründete der Direktor der Sozialdienste, Dr. Franz Oberleiter, eine Arbeitsgruppe. Herr Michael Bräuning Edelmann, ein Fachmann im Bereich der Sozialpsychiatrie, wurde für die Beratung gewonnen. Zur selben Zeit hat Herr Primar Roger Pycha damit begonnen, den psychiatrischen Dienst der Sanitätseinheit Bruneck auszubauen. Seine fachliche Unterstützung und die Großzügigkeit in der Zusammenarbeit stärken unsere Tätigkeit. Die Arbeitsteilung zwischen dem Psychiatrischen Dienst der Sanitätseinheit und den Sozialdiensten ließ im Laufe der Jahre spezialisierte Angebote entstehen, die sich gut ergänzen und bei denen sich die jeweiligen Stärken der Berufsgruppen voll entfalten können. Unsere abgestuften Angebote haben sich aus den Bedürfnissen der Betroffenen heraus entwickelt: Treffpunkt, Tagesstätte, geschützte Arbeitsplätze, Arbeitsrehabilitation, Begleitung am Arbeitsplatz, Wohngemeinschaften, Wohntraining, begleitetes Wohnen. Unsere verschiedenen Strukturen sind so lebensnah und real wie möglich aufgebaut. Damit bieten wir den uns anvertrauten Personen ein Umfeld, in dem sie sich in Gemeinschaften und Tätigkeiten, die nach gezielten pädagogischen Grundsätzen organisiert sind, den Anforderungen des täglichen Lebens stellen können. Den Schwerpunkt unserer Tätigkeit bildet eine professionelle Beziehungsarbeit, welche es den Menschen ermöglicht, in Begleitung grundlegende Entwicklungsschritte zu machen. Wir organisieren ein Umfeld, das diese Entwicklung zulässt und fördert. Das bedeutet ein ständiges Abwägen, ob Begleitung nicht zur Überbetreuung wird und ob aus anfangs stützenden Maßnahmen nicht Entwicklungsbremsen werden. Der Respekt vor jedem Einzelnen und das Vertrauen in die Ressourcen der Menschen unterstützen diesen Prozess. Im Vordergrund unserer Arbeit stehen die Förderung der Eigenverantwortung und einer realen Selbsteinschätzung, die Vermittlung einer genauen Kenntnis der eigenen Krankheit, die Stärkung der Persönlichkeit und des Selbstwertgefühls sowie das Erarbeiten und Erproben von alternativen Problemlösungsstrategien und Verhaltensmustern. Ergänzend zu unserer realen Wohn- und Arbeitswelt bieten wir, zum Teil in Zusammenarbeit mit dem Amt für Berufsbildung, noch folgende Möglichkeiten: Psychoedukation, Bewerbungs- und Vorstellungstraining, Kunsttherapie, therapeutisches Reiten. Unser Ziel ist es, die uns anvertrauten Menschen auf ihrem schwierigen Weg zu einem selbst bestimmten und erfüllten Leben zu begleiten.